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Erhebung der Mundarten und geographischen Namen der Steiermark

 

  • Projektleitung: O.Univ.-Prof. Dr. Claus Jürgen Hutterer († 17.12.1997)
  • Projektmitarbeiterinnen:
    ORätin Mag. Gertrude PAURITSCH,
    Vertr.-Ass. Mag. Dr. Erika WINDBERGER-HEIDENKUMMER
    Studierende

 

Zielsetzung:

 

Mit dem genannten Projekt wurde das Ziel verfolgt, in den 3 steirischen Vermessungsbezirken Deutschlandsberg, Hartberg und Judenburg Ortsdialekte und geographische Namen (Mikro- und Makrotoponyme) vollständig zu erfassen. Diese Dokumentation auf Basis direkter Erhebungen sollte im Hinblick auf ältere Aufnahmen (Deutscher Sprachatlas, Deutscher Wortatlas u.a.) eine ergänzende und aktualisierende Funktion erfüllen. Im namenkundlichen Bereich sollte eine erste Grundlage für ein steirisches Toponomastikon geschaffen werden.

 

Konzeption und Durchführungsphasen:

 

Erhebungen im Untersuchungsraum, in angrenzenden steirischen Gemeinden, aber auch in benachbarten Bezirken anderer Bundesländer wurden seit Mitte der 70er Jahre durchgeführt. In dieser ersten Durchführungsphase des Projekts geschah dies durch ein entsprechendes Themenangebot für Lehramts-Hausarbeiten. In der zweiten Phase, ab WS 84/85, wurde ein Seminar mit dem Titel Deutsche Mundartforschung, Sprachsoziologie und Namenkunde konzipiert und kontinuierlich als Seminar zur deutschen Sprache angeboten. In diesen Lehrveranstaltungen wurden Studierende so gezielt wie möglich als Explorator/inn/en ausgebildet. Die Seminarteilnehmer/innen führten selbstständig planmäßige Erhebungen in einer Gemeinde ihrer Wahl durch und lieferten das kommentierte Datenmaterial in Form einer Projekt-Seminararbeit ab. Ab SS 93, dem Beginn der dritten Durchführungsphase des Projekts, wurden schließlich alternierend die Seminare Deutsche Mundartforschung und Sprachsoziologie (Hutterer/Pauritsch) und Theoretische und empirische Aspekte der Namenforschung (Hutterer/Windberger-Heidenkummer) abgehalten, um eine Vertiefung in den beiden Schwerpunkten zu ermöglichen. Eine zusätzliche theoretische und praktische Schulung der studentischen Mitarbeiter/innen erfolgte im begleitenden Gehörschulungs- und Transkriptionskurs.

 

Erhebungsunterlagen und Datenmaterial:

 

Alle dialektologischen Erhebungen enthalten Sprachdaten, die durch Abfragen einer unter laut- und wortgeographischen Aspekten erstellten „Wortliste“ (mit Bildteil) erzielt wurden. Die toponomastischen Daten basieren auf einer systematischen und flächendeckenden Erhebung. Als weitere Erhebungsinstrumente wurden für die dialektologischen und onomastischen Forschungen Fragebögen entwickelt und eingesetzt. Die namenkundlichen Erhebungen wurden ausnahmslos durch Katastereintragungen in Originalbelegform gestützt. Von allen Erhebungen existieren Audioaufnahmen, im dialektologischen Bereich auch Interviewprotokolle.

 

Datenbestand:

 

257 Ortsaufnahmen (128 LA-Hausarbeiten, 87 + 42 SE-Arbeiten)
davon 99 Seminararbeiten zu steirischen Gemeinden

 

Ergebnisse:

auf der österreichischen Onomastik-Seite

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