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Grenzen des Humanen

 

Das Ziel des im Winter 2014 von MitarbeiterInnen des Fachbereichs Neuere deutsche Literatur unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.phil. Anne-Kathrin Reulecke ins Leben gerufenen Forschungsschwerpunktes „Die Grenzen des Humanen“ ist ein interdisziplinärer Austausch über aktuelle und prekäre Fragen menschlicher Existenz. Medizinische Fortschritte in der Reproduktionstechnologie, der Organtransplantation, des Human Enhancements, der Alter(n)s- und Palliativmedizin haben traditionelle Konzepte der conditio humana herausgefordert und werden in der Gegenwartsliteratur kontrovers diskutiert und evaluiert.

Im Zentrum steht die Frage, mit welchen Schreibtechniken die literarischen Texte die öffentlich diskutierten Themen aufgreifen sowie gestalten und dadurch Aspekte ins Spiel bringen, die im öffentlichen Diskurs ausgespart oder gar skandalisiert werden. Die besonderen literaturwissenschaftlichen Kompetenzen kommen zum Tragen, wenn es darum geht, kulturhistorische Spuren in der Gegenwart aufzuzeigen und diskursive Routinen in den aktuellen Debatten zu hinterfragen.

Folgende Veranstaltung- sowie Publikationsleistungen werden im Forschungsschwerpunkt umgesetzt:

  • Tagung

  • Lese- und Diskussionsreihen

  • DoktorandInnenworkshop

  • Lehrveranstaltungen

  • Publikationen

  • Abschlussarbeiten/Dissertationen

Veranstaltungen

Tagung "Mit den Toten sprechen. Jenseitsnarrative in der Gegenwart. Eine interdisziplinäre Tagung an der Karl-Franzens-Universität Graz“ (19./20. Mai 2017) (Konzeption, Organisation und Leitung: Anne-Kathrin Reulecke und Johanna Zeisberg)

Das Projekt "Grenzen des Humanen" wurde im SoSe 2017 mit einer von Anne-Kathrin Reulecke und Johanna Zeisberg organisierten internationalen Tagung zum Thema "Mit den Toten sprechen. Jenseitsnarrative in der Gegenwart.“ fortgesetzt. Die Veranstaltung fragte danach, mit welchen Bildern und Narrativen heute in Kunst und Medien über ein Jenseits reflektiert wird. Ein Sammelband zu der Tagung ist in Arbeit und erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2019.

 

Lesung von Sibylle Lewitscharoff: Das Pfingstwunder (18.05.2017)

Die Tagung wurde am 18.05.2017 von einer öffentlichen Lesung der Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff aus ihrem Dante-Roman "Das Pfingstwunder" (Suhrkamp 2016) im Literaturhaus Graz eröffnet. In einem von Anne-Kathrin Reulecke moderierten Gespräch hatte auch das Publikum Gelegenheit, die Autorin über ihre Lesart der „Göttlichen Komödie“ Dantes zu befragen.

 

Lese- und Diskussionsreihe "Grenzen des Humanen: Sterbende, Tote und Untote in der Gegenwartsliteratur" (24.11.2015-21.01.2016)

Die Schriftsteller/innen Sibylle Lewitscharoff, Thomas Lehr, Ursula Fricker und Lukas Bärfuss diskutierten mit Expert/innen aus den Bereichen der Medizin, Medizinethik, Religions- und Kulturwissenschaft und Literaturwissenschaftler/innen über gegenwärtige Bedingungen des Sterbens und über Umgangsweisen mit dem Tod. Welche Konsequenzen haben säkulare Menschenbilder und virtuelle Realitäten auf unseren Begriff von Leben und Sterblichkeit? Welche Effekte haben unsere an Funktionstüchtigkeit orientierte Gesellschaft und Innovationen in der Intensivmedizin auf das Lebensende jedes Einzelnen? (Flyer)

Kooperation des Germanistik-Instituts mit dem Literaturhaus Graz.

Konzept und Moderation: Univ.-Prof. Dr.phil. Anne-Kathrin Reulecke

 

Internationaler DoktorandInnen-Workshop „Die Grenzen des Humanen. Biomedizinische Grenzphänomene in der Literatur und Kultur der Gegenwart“ (16.01.2015) (Konzeption, Organisation und Leitung: Sabine Schönfellner und Johanna Zeisberg)

Gesellschaftlich relevante und vieldiskutierte Neuverortungen der Grenzen menschlichen Lebens, wie sie durch wissenschaftliche Fortschritte in der Transplantations-, Reproduktions- sowie Alternsmedizin ermöglicht werden, sind auffallend häufig gewählte Themen gegenwärtiger Kunst- und Literaturproduktion. Der Workshop „Die Grenzen des Humanen. Biomedizinische Grenzphänomene in der Literatur und Kultur der Gegenwart“ bot internationalen DoktorandInnen, Postdocs und ProfessorInnen verschiedener Universitäten die Möglichkeit, ihre aktuellen Projekte zu dem Thema vorzustellen und zu diskutieren.

Der Workshop, der von Mitteln aus dem strategischen Projekt 05a für „Nachwuchsförderung, Doktorats- und PostDoc-Programme“ umfangreich finanziell unterstützt wurde, fand am 16. 1. 2015 an der Karl-Franzens-Universität Graz statt und wurde von Sabine Schönfellner und Johanna Zeisberg (Doktorandinnen an der Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz) organisiert.

 

Lese- und Diskussionsreihe "Grenzen des Humanen: Medizin und Biotechnologie" (18.11.-09.12.2014)

Die Schriftsteller/innen Arno Geiger, Michael Kleeberg, David Wagner und Angelika Meier diskutieren mit Expert/innen aus den Bereichen Medizin und Medizinethik und Literaturwissenschaftler/innen über die Konsequenzen aktueller biotechnologischer Errungenschaften für unseren Begriff vom Menschsein. Die Themen der vier Abende sind (Alzheimer-)Demenz, Reproduktionsmedizin, Transplantationsmedizin und Human Enhancement.(Flyer)

Kooperation des Germanistik-Instituts mit dem Literaturhaus Graz.

Konzeption und Moderation: Univ.-Prof. Dr.phil. Anne-Kathrin Reulecke

Lehre

Wintersemester 2018/19

510.746 Seminar "Künstliche Menschen in der Literatur" (geplant)

Sommersemester 2017

510.776 Seminar „Die Grenzen des Humanen: Jenseitsreisen in der Literatur“

Wintersemester 2015/16

510.735 Seminar „Narrative des Sterbens“

Wintersemester 2014/15

510.736 Seminar „Die Grenzen des Humanen. Biotechnologie und Medizin in der Gegenwartsliteratur

 

Ergänzend zu diesem Seminar wurde eine Filmreihe zu den Themen Alzheimer-Demenz, Reproduktionsmedizin, Transplantationsmedizin und Human Enhancement von Viktoria Lehner und Johanna Zeisberg organisiert und moderiert. Aus intermedialer Perspektive können hier filmische Verarbeitungen der Themen mit den im Seminar besprochenen literarischen verglichen werden.

Publikationen, Medienmeldungen

2018

Anne-Kathrin Reulecke/Ulrike Vedder (Hg.): Grenzen des Humanen. Biotechnologie und Medizin in der Gegenwartsliteratur. Sonderheft der "Zeitschrift für Germanistik", Neue Folge XXVIII (2018), H.3.

Anita Riedl: Tagungsbericht zur Tagung „Mit den Toten sprechen. Jenseitsnarrative in der Gegenwart.“ In: Anne-Kathrin Reulecke/Ulrike Vedder (Hg.): Grenzen des Humanen. Biotechnologie und Medizin in der Gegenwartsliteratur. Sonderheft der "Zeitschrift für Germanistik", Neue Folge XXVIII (2018), H. 1, S. 152-154.

Sabine Schönfellner: Die Perfektionierbarkeit von Menschen? Posthumanistische Entwürfe in Romanen von Juli Zeh, Kaspar Colling Nielson und Margaret Atwood. Berlin: Weidler 2018.

Johanna Zeisberg: Zwischen Rettung und Unrettbarkeit. Biochemische Ich-Irritationen in Autopathographien der Gegenwart. In: Zeitschrift für Germanistik, Neue Folge XXVIII (2018), H. 3, S. 502-518.

Anne-Kathrin Reulecke: Neue Pathographien. Transplantation als Grenzerfahrung in David Wagner Text "Leben". In: Zeitschrift für Germanistik, Neue Folge XXVIII (2018), H. 3, S. 465-485

Anne-Kathrin Reulecke/ Ulrike Vedder: Grenzen des Humanen. Biotechnologie und Medizin in der Gegenwartsliteratur. Vorwort. In: Zeitschrift für Germanistik, Neue Folge XXXVIII (2018), H. 3, S. 459-464.

 

2017

Johanna Zeisberg: Zitate, die aus dem Herzen" kommen - Jenseitspoetologie in Michael Köhlmeiers Odyseeadaption Kalypso. In: Jenseitserzählungen in der Gegenwartsliteratur. Hg. v. Isabelle Stauffer. Berlin: deGruyter (im Erscheinen).

Der Radiosender des ORF, Ö1, hat in seiner Sendung ‚Erfüllte Zeit‘ vom 25.05.2017 mit einem von Dr. Peter Rudlof gestalteten Beitrag "Jenseits und Internet" über die Tagung „Mit den Toten sprechen. Jenseitsnarrative in der Gegenwart“ berichtet. In dem Beitrag findet sich auch ein Interview mit den Veranstalterinnen der Tagung Anne-Kathrin Reulecke und Johanna Zeisberg.

Johanna Zeisberg: Demenz und Literatur zwischen Ethik und Ästhetik. In: Gegenwart schreiben. Zur deutschsprachigen Literatur 2000-2015. Hg. v. Corina Caduff u. Ulrike Vedder. München: Fink 2017. S. 105-113.

Johanna Zeisberg: Verortungen des Selbst in Demenznarrationen der Gegenwart. In: Dementia and Subjectivity - Literary and Philosophical Perspectives. Hg. v. Daniela Ringkamp, Sara Strauß u. Leonie Süwolto. Frankfurt, New York et. al.: Peter Lang 2017. S. 41-55.


2016

Johanna Zeisberg: Pflicht zur Wahrheit? Pflicht zur Lüge? Ethische Fragen in der Demenzpflege. In: Die Gesellschaft des langen Lebens. Soziale und individuelle Herausforderungen. Hg. v. Claudia Stöckl, Karin Kicker-Frisinghelli u. Susanna Finker. Bielefeld: transcript 2016. S. 109-120.

 

2015

Viktoria Lehner: Konferenzbericht „Grenzen des Humanen (Lese- und Diskussionsreihe in Graz am 18.11., 25.11., 2.12., 9.12.2014); Die Grenzen des Humanen (Internationaler Doktorand[inn]en-Workshop in Graz am 16.1.2015)“. In: Zeitschrift für Germanistik, Neue Folge XXV (2015), H. 3: An der Grenze. Sterben und Tod in der Gegenwartsliteratur. S. 652-654.

Projektleitung

Univ.-Prof. Dr.phil.

Anne-Kathrin Reulecke

Institut für Germanistik
Telefon:+43 316 380 - 2449


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